Wachstum & Personal

Mitarbeiter­gewinnung: wenn die Anfragen schneller wachsen als dein Team

Meine Kerndienstleistung ist die Neukundengewinnung. Die funktioniert allerdings irgendwann so gut, dass ein zweites Problem auftaucht: Es kommen mehr Anfragen herein, als du allein abarbeiten kannst.

Dann bringt noch mehr Reichweite wenig. Du brauchst Menschen, die zu deinem Betrieb passen, und Abläufe, die das Wachstum tragen. Hier steht, wie ich dich dabei unterstütze und wo die Grenzen dieser Leistung liegen.

von Marc Richter aktualisiert ca. 5 Minuten Lesezeit MR Elevate, Dresden, bundesweit tätig
Einordnung

Warum es diese Seite überhaupt gibt

Mitarbeitergewinnung ist für mich kein fremdes Gebiet, sie funktioniert genauso wie die Neukundengewinnung: Anzeigen, die die richtigen Menschen erreichen, eine Seite, die ohne Schönfärberei überzeugt, und eine Vorqualifizierung, die den Rest aussortiert. Nur dass am Ende jemand einen Arbeitsvertrag unterschreibt statt eines Angebots.

Bei wachsenden Kunden taucht danach immer dieselbe Frage auf. Das System liefert, der Kalender füllt sich, und irgendwann wird die Zeit knapp statt der Nachfrage. Wer das ignoriert, verbrennt die Anfragen, für die er vorher bezahlt hat.

Neben MR Elevate betreibe ich eine zweite Firma, die nichts anderes macht: Mitarbeitergewinnung für Therapiepraxen, also Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Dort ist Personalmangel der Normalzustand, und die Funnel dafür baue und betreibe ich selbst. Das mache ich also nicht bloß nebenbei.

Zur Einordnung

Meine Kerndienstleistung bleibt trotzdem die Neukundengewinnung. Die Mitarbeitergewinnung steht hier, weil sie inhaltlich dazugehört: Wenn für dein Wachstum irgendwann eher Leute fehlen als Anfragen, ist sie der nächste Schritt.

Der Zeitpunkt

Woran du merkst, dass es soweit ist

Der Moment kommt selten als klare Entscheidung. Er kündigt sich an, und zwar meistens so:

  • Anfragen bleiben zwei, drei Tage liegen, bevor jemand zurückruft.
  • Termine werden weit nach hinten geschoben, weil vorher nichts frei ist.
  • Du arbeitest abends die Aufgaben ab, für die tagsüber keine Zeit war.
  • Du überlegst, das Werbebudget zu senken, obwohl die Kampagnen funktionieren.

Der letzte Punkt ist der teuerste. An dieser Stelle drosseln viele Unternehmen ein System, das gerade erst angefangen hat zu tragen, weil die Struktur dahinter nicht mitgewachsen ist.

Häufigster Fehler

Erst einstellen, wenn die Belastung schon unerträglich ist. Dann muss es schnell gehen, und unter Zeitdruck wird die Person genommen, die verfügbar ist, statt der, die passt.

Das Vorgehen

Dieselben Mittel, andere Zielgruppe

Eine Stellenanzeige und eine Werbeanzeige lösen dieselbe Aufgabe: Sie sollen die richtigen Menschen erreichen und die falschen gar nicht erst ansprechen. Deshalb läuft die Mitarbeitergewinnung bei mir fast genauso ab wie die Leadgenerierung.

  1. Profil schärfen. Wen suchst du wirklich? Fachlich, klar. Wichtiger ist aber, wie diese Person arbeiten muss, damit sie in deinen Betrieb passt.
  2. Anzeigen ausspielen. Über Meta und Google erreichst du auch Menschen, die nicht aktiv suchen, aber wechselbereit wären. Genau die stehen in keinem Stellenportal.
  3. Eigene Seite für Bewerber. Statt eines PDFs oder eines Formulars im Karriereportal bekommen Bewerber eine Seite, die zeigt, wie bei dir gearbeitet wird, auch mit den Seiten, die nicht jedem gefallen.
  4. Vorqualifizieren. Ein paar Fragen vor dem Gespräch sortieren die offensichtlichen Fehlbesetzungen aus, bevor sie deine Zeit kosten.
  5. Du führst die Gespräche. Wer ins Team passt, entscheidest du. Das kann ich dir nicht abnehmen und will es auch nicht.

Warum die Vorqualifizierung der wichtigste Schritt ist

Viele Bewerbungen bedeuten erst mal viel zusätzliche Arbeit. Entscheidend ist, wie viele davon ernsthaft infrage kommen. Bei Kundenanfragen ist es genauso: Viele Anfragen helfen wenig, wenn die Falschen anfragen.

Danach

Strukturen, damit es nicht wieder kippt

Eine Einstellung löst gar nichts, wenn danach niemand weiß, wer wofür zuständig ist. Dann bist du nach drei Monaten wieder an demselben Punkt, nur mit höheren Personalkosten.

Deshalb gehören für mich drei Fragen dazu, bevor jemand anfängt:

  1. Wer bearbeitet künftig die Anfragen? Wenn sie weiterhin bei dir landen, ändert sich für dich nichts.
  2. Wie sehen die ersten Wochen aus? Ohne Einarbeitungsplan entscheidet der Zufall, ob jemand bleibt.
  3. Woran misst du, ob es funktioniert? Dieselbe Frage wie bei Kampagnen. Ohne Zahlen bleibt es ein Bauchgefühl.

Das ist bewusst schlank gehalten und ersetzt keine Organisationsberatung. Es ist der Teil, der direkt an der Gewinnung hängt: Wer diese drei Fragen vorher klärt, behält die neue Person deutlich wahrscheinlicher, und die Anfragen landen bei jemandem, der sie auch bearbeiten kann.

Abgrenzung

Für wen das passt, und für wen nicht

Passt

Wachstum ist da, die Kapazität fehlt
  • Deine Neukundengewinnung läuft und erzeugt mehr Anfragen, als ihr abarbeiten könnt.
  • Du weißt ungefähr, welche Rolle du besetzen willst.
  • Du bist bereit, Aufgaben wirklich abzugeben.
  • Eine zusätzliche Stelle rechnet sich für dich.

Passt nicht

Dann bringt dir diese Leistung nichts
  • Du suchst eine Direktvermittlung, die dir fertige Kandidaten auf den Tisch legt.
  • Die Auslastung schwankt so stark, dass eine feste Stelle ein Risiko wäre.
  • Es soll jemand kommen, der ein ungelöstes Problem im Betrieb ausgleicht.
  • Du willst die Auswahl komplett abgeben.

Häufige Fragen zur Mitarbeiter­gewinnung

Ist Mitarbeitergewinnung deine Hauptleistung?
Bei MR Elevate ist die Kerndienstleistung die Neukundengewinnung über Google Ads und Meta Ads. Können tue ich beides: Neben MR Elevate betreibe ich eine zweite Firma, die Mitarbeitergewinnung für Therapiepraxen macht, also für Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Die Mechanik ist in beiden Fällen dieselbe, nur die Zielgruppe der Anzeigen ist eine andere.
Wie läuft die Mitarbeitergewinnung konkret ab?
Mit denselben Mitteln wie die Neukundengewinnung, nur mit anderer Zielgruppe. Wir legen zuerst fest, wen du wirklich suchst. Dann laufen Anzeigen auf die Menschen, die dafür infrage kommen, und führen auf eine eigene Seite, die deinen Betrieb zeigt, wie er ist. Vor dem Gespräch beantworten Interessenten ein paar Fragen, damit du nicht jede Bewerbung einzeln sichten musst. Die Gespräche führst du selbst, denn wer ins Team passt, entscheidest du.
Was heißt „Mitarbeiter, die zum Unternehmen passen“?
Dass wir die Kriterien vorher aufschreiben statt hinterher zu hoffen. Fachliche Anforderungen sind dabei meist der einfachere Teil. Wichtiger sind Arbeitsweise, Tempo und Umgangston, weil daran die meisten Neueinstellungen scheitern. Diese Kriterien landen als Filterfragen im Bewerbungsprozess, sodass du weniger, aber passendere Gespräche führst.
Welche Strukturen meinst du damit?
Alles, was nötig ist, damit eine neue Person nicht nach vier Wochen wieder geht. Also eine klare Aufgabenverteilung, ein Ablauf für die ersten Wochen und die Frage, wer die eingehenden Anfragen künftig bearbeitet. Ohne das hast du zwar mehr Leute, aber der Betrieb läuft nicht besser.
Kann ich die Mitarbeitergewinnung auch ohne Neukundengewinnung buchen?
Ja. In meiner zweiten Firma ist das der Normalfall, dort geht es ausschließlich um Personal. Auf dieser Seite steht die Mitarbeitergewinnung trotzdem als Wachstumsthema, weil sie bei MR Elevate meistens dann aufkommt: wenn die Neukundengewinnung läuft und die Kapazität zum Engpass wird. Was in deinem Fall sinnvoll ist, klären wir im Analysegespräch.

Erst einmal die Grundlagen? Der komplette Weg zur ersten Kampagne steht im kostenlosen Ads-Leitfaden.

Erst mal prüfen, ob Onlinewerbung zu dir passt Der kostenlose Werbe-Check stellt dir ein paar Fragen und sagt dir danach, ob Google oder Meta besser zu dir passt. Manchmal lautet die Antwort auch „noch nicht".
Der nächste Schritt

Erst die Anfragen, dann die Leute

Im kostenlosen Analysegespräch klären wir zuerst, ob sich planbare Neukundengewinnung für dein Angebot rechnet. Alles Weitere kommt, wenn es soweit ist.

Fehlt im Betrieb die Zeit, jemanden einzuarbeiten, sage ich das. Eine Einstellung ohne Plan dahinter kostet mehr als eine unbesetzte Stelle.