Die kurze Antwort: teilweise ja, vollständig fast nie. Dafür gibt es einen nachvollziehbaren Grund.
„Erfolgsbasiert“ ist kein geschützter Begriff. Zwei Agenturen können damit völlig Verschiedenes meinen, und der Unterschied entscheidet, ob du am Ende ein faires Geschäft gemacht hast. Dieser Artikel sortiert die Varianten und zeigt, woran ein fairer Vertrag am Ende hängt.
Wenn eine Agentur mit erfolgsabhängiger Vergütung wirbt, steckt meistens eines von drei Modellen dahinter. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Risiko trägt.
Variante drei ist völlig legitim, nur eben etwas anderes als das, was die meisten erwarten, wenn sie „nur bei Erfolg“ lesen. Frag deshalb immer nach, welcher Anteil der Vergütung tatsächlich am Ergebnis hängt.
Es liegt nicht daran, dass Agenturen faul wären. Erfolgsbasiert zu arbeiten heißt, in Vorleistung zu gehen und ein Risiko zu tragen, das man nur zum Teil selbst beeinflusst.
Eine Agentur kann die Anzeige steuern, die Zielgruppe, die Landingpage und das Tracking. Was danach passiert, kann sie nicht steuern. Ob der Rückruf innerhalb einer Stunde erfolgt, ob im Gespräch überzeugt wird, ob das Angebot marktfähig ist: alles Faktoren beim Kunden. Wer sein Honorar daran koppelt, macht sich von der Arbeit anderer abhängig.
Deshalb ist das Modell an Bedingungen geknüpft. Es braucht ein Angebot mit ausreichender Marge, einen funktionierenden Vertriebsprozess auf Kundenseite und ein sauberes Tracking, das überhaupt feststellen kann, welche Anfrage woher kam. Fehlt eines davon, sagen seriöse Anbieter ab.
Deshalb widerspricht eine kleine Setup-Gebühr zum Start dem Modell auch nicht. Sie macht es erst möglich. Ohne sie müsste die Agentur den kompletten Aufbau vorfinanzieren und würde entsprechend selektiv auswählen.
Erfolgsbasiert klingt nach einem klaren Versprechen, bis jemand nachfragt, was denn als Erfolg gilt. An dieser Definition hängt der gesamte Vertrag.
„Lead“ kann alles bedeuten: ein Klick, eine E-Mail-Adresse aus einem Gewinnspiel, ein ausgefülltes Formular mit Fantasiedaten, ein erreichter Interessent, ein vereinbarter Termin, ein unterschriebener Auftrag. Zwischen der ersten und der letzten Definition liegt der komplette Unterschied zwischen einem guten und einem teuren Geschäft.
Was vor der Unterschrift schriftlich stehen sollte:
Wenn eine Agentur bei Punkt eins ausweicht, ist das Gespräch beendet. Denn genau darum geht es in dem Vertrag.
Vier Dinge, bei denen ich an deiner Stelle skeptisch würde:
Auf den Preis zu schauen statt auf die Definition. Ein niedriger Preis pro Lead ist bedeutungslos, wenn ein „Lead“ ein Klick ist. Ein höherer Preis pro vereinbartem Termin kann deutlich günstiger sein.
Erfolgsbasiert sagt nichts über die Qualität. Es ist eine Abrechnungsform, und die hat Voraussetzungen:
Wie das Modell bei mir konkret aussieht, inklusive der Stellen, an denen ich absage, steht auf der Seite zum erfolgsbasierten Marketing. Den direkten Vergleich mit dem klassischen Monatsbetrag findest du unter Retainer oder erfolgsbasiert.
Wenn du noch überlegst, ob du überhaupt eine Agentur brauchst, hilft dir Selbst schalten oder Agentur beauftragen? weiter.
Im kostenlosen Analysegespräch schauen wir uns Marge, Angebot und Region an. Danach weißt du, ob sich ein erfolgsbasiertes Modell für dich rechnet.
Geht die Rechnung nicht auf, erfährst du das im Gespräch statt im dritten Monat.