Ratgeber · Budget & Kosten

Was kostet Google Ads wirklich?

Die kurze Version vorweg: Es gibt keinen Festpreis. Wer dir ohne eine einzige Rückfrage eine Zahl nennt, rät. Google Ads funktioniert über eine Auktion, und was ein Klick kostet, entscheidet sich in dem Moment, in dem jemand sucht.

Dieser Artikel erklärt, woraus sich deine Kosten zusammensetzen, warum der Klickpreis die falsche Frage ist und wovon dein Budget tatsächlich abhängt. Wie du Kampagnen komplett selbst aufsetzt, steht Schritt für Schritt im kostenlosen Ads-Leitfaden.

von Marc Richter Lesezeit rund 6 Minuten
Grundprinzip

Warum es keinen Festpreis geben kann

Google Ads ist eine Auktion. Jedes Mal, wenn jemand einen Suchbegriff eintippt, entscheidet Google in Sekundenbruchteilen, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge. Wer mitbietet, zahlt nur dann, wenn tatsächlich geklickt wird.

Was so ein Klick kostet, hängt an zwei Dingen: wie viele andere auf denselben Suchbegriff bieten und wie relevant Google deine Anzeige und deine Zielseite findet. Der zweite Punkt wird gern übersehen. Wer eine passende Anzeige und eine gute Landingpage hat, zahlt für dieselbe Position weniger als jemand mit einer beliebigen Anzeige.

Der Vergleich dazu

Deshalb ist „Was kostet Google Ads?“ ungefähr so beantwortbar wie „Was kostet ein Auto?“. Die Antwort lautet: kommt darauf an.

Kostenblöcke

Woraus sich deine Kosten zusammensetzen

Es sind zwei getrennte Töpfe, und die werden oft in einen geworfen. Deshalb lassen sich Angebote so schwer vergleichen.

Das Werbebudget geht an Google, nicht an die Agentur

Dein Werbebudget fließt direkt an Google. Eine seriöse Agentur fasst dieses Geld nicht an, sie steuert nur, wie es eingesetzt wird. Du bestimmst die Höhe, du kannst sie jederzeit ändern, und du siehst in deinem eigenen Konto, wohin jeder Euro geflossen ist.

Wenn dir jemand ein Paket anbietet, in dem Werbebudget und Betreuung untrennbar zusammengefasst sind, frag nach der Aufteilung. Ohne diese Transparenz weißt du nie, wie viel von deinem Geld tatsächlich in Sichtbarkeit geflossen ist.

Betreuung: Retainer, Prozent vom Budget oder erfolgsbasiert

Für die Arbeit an den Kampagnen gibt es drei übliche Modelle. Ein Retainer ist ein fester Monatsbetrag, unabhängig vom Ergebnis. Prozent vom Werbebudget koppelt die Vergütung daran, wie viel du ausgibst, und setzt damit einen unangenehmen Anreiz: Je mehr du ausgibst, desto mehr verdient die Agentur. Erfolgsbasiert bedeutet, die Vergütung hängt an den tatsächlich erzielten Ergebnissen.

Ich arbeite nach dem dritten Modell: eine kleine Setup-Gebühr zum Start, danach zahlst du vor allem für qualifizierte Anfragen. Was genau als qualifizierte Anfrage zählt und wo die Grenzen des Modells liegen, steht offen auf der Seite zum erfolgsbasierten Marketing.

Die richtige Frage

Warum der Klickpreis die falsche Frage ist

Fast jedes Gespräch über Google-Ads-Kosten dreht sich um den Klickpreis. Verständlich, führt aber in die Irre.

Zum Mitrechnen, mit frei gewählten Zahlen: Kampagne A holt Klicks für die Hälfte des Preises von Kampagne B. Klingt eindeutig besser. Wenn aus Kampagne B aber viermal so oft ein Gespräch entsteht, ist B trotzdem die deutlich günstigere Kampagne. Am Ende brauchst du Kunden.

Die Kennzahl, auf die es ankommt, heißt Kosten pro Anfrage. Sie beantwortet die Frage, um die es geht: Was muss ich investieren, damit ein Gespräch zustande kommt? Welche Kennzahlen wann sinnvoll sind, steht ausführlich in Phase 9 des Leitfadens.

Merksatz

Ein günstiger Klick, der nie zu einem Gespräch führt, war nicht günstig. Das Geld ist trotzdem weg.

Einflussfaktoren

Was dein Budget wirklich bestimmt

Vier Faktoren entscheiden, ob dein Budget reicht. Keiner davon lässt sich pauschal beziffern, aber alle lassen sich vorher einschätzen.

BrancheWo viele um dieselben Suchbegriffe konkurrieren, sind Klicks teurer. Ein Notdienst-Keyword liegt anders als eine ruhige Nische.
RegionEin Einzugsgebiet mit wenigen Anbietern ist günstiger als eine umkämpfte Großstadtregion.
WettbewerbBieten große Anbieter mit tiefen Taschen mit, steigt der Preis für alle in der Auktion.
Qualität der ZielseiteDer Faktor, den du selbst am stärksten beeinflusst, und der am meisten unterschätzt wird.

Am letzten Punkt lässt sich am schnellsten etwas ändern. Eine dedizierte Landingpage konvertiert im Schnitt rund 4 %, eine normale Website-Seite rund 2,35 % (Quellen im Leitfaden). Allein das Entfernen der Navigation kann die Klicks auf den Haupt-Call-to-Action um rund 16 % erhöhen (Quelle).

Mit derselben Anzeige und demselben Budget kommen also spürbar mehr Anfragen, nur weil das Ziel der Anzeige besser gebaut ist. Wie so eine Seite aussehen muss, steht unter Landingpage und Funnel.

Vermeidbar

Wie du verhinderst, dass Budget verbrennt

Die teuersten Fehler passieren, bevor überhaupt jemand das Kampagnenkonto öffnet. Drei davon kosten fast jeden Einsteiger Geld.

Fehler 1

Kein Tracking vor dem Start. Ohne Conversion-Ereignis weißt du am Monatsende nicht, welche Anzeige die Anfrage gebracht hat, und optimierst blind. Tracking gehört vor die erste Anzeige. Wie das geht, steht in Phase 4.

Fehler 2

Keine ausschließenden Keywords. Ohne sie zahlst du für Suchanfragen von Leuten, die etwas völlig anderes suchen. Das ist der schnellste Weg, Budget zu verlieren, ohne es zu merken.

Fehler 3

Anzeigen führen auf die Startseite. Wer eine konkrete Frage hat und auf einer allgemeinen Übersichtsseite landet, springt wieder ab. Der Klick ist bezahlt, die Anfrage bleibt aus.

Keiner dieser Punkte braucht ein größeres Budget. Sie brauchen nur, dass jemand sie vor dem Start erledigt.

Häufige Fragen zu den Kosten

Wie hoch sollte mein Google-Ads-Budget mindestens sein?
Das lässt sich seriös nicht pauschal beantworten, weil es von Branche, Region und Wettbewerb abhängt. Eine feste Mindestsumme gibt es nicht. Wichtig ist, ob dein Budget reicht, um in vertretbarer Zeit genug Daten für eine Entscheidung zu sammeln. Im kostenlosen Analysegespräch rechnen wir das für deinen Fall durch, auch wenn die Antwort lautet, dass der Zeitpunkt noch nicht passt.
Was kostet eine Google Ads Agentur?
Üblich sind drei Modelle: ein monatlicher Retainer, ein Prozentsatz vom Werbebudget oder eine erfolgsabhängige Vergütung. Bei MR Elevate gibt es eine kleine Setup-Gebühr zum Start, danach zahlst du vor allem für qualifizierte Anfragen. Eine pauschale Zahl zu nennen wäre unseriös, solange niemand dein Angebot und deinen Markt kennt.
Zahle ich bei Google Ads pro Klick oder pro Anfrage?
An Google zahlst du pro Klick. Für dich zählt aber der Preis pro Anfrage, denn ein günstiger Klick, der nie zu einem Gespräch führt, war teuer. Deshalb bewerte ich Kampagnen nach Kosten pro Anfrage und nicht nach Klickpreis.

Wenn es dir eher ums Honorar geht als ums Budget: Retainer oder erfolgsbasiert? stellt die beiden Modelle gegenüber. Wie eine Gesetzesänderung eine ganze Branche in den Markt spült, zeigt Registrierkassenpflicht ab 2028.

Erst mal prüfen, ob Onlinewerbung zu dir passt Der kostenlose Werbe-Check stellt dir ein paar Fragen und sagt dir danach, ob Google oder Meta besser zu dir passt. Manchmal lautet die Antwort auch „noch nicht".
Nächster Schritt

Rechnen wir es für deinen Fall durch.

Statt einer Zahl aus dem Internet bekommst du eine Einschätzung für dein Angebot, deine Region und deinen Wettbewerb. Das Gespräch ist kostenlos, und wenn sich Google Ads für dich gerade nicht lohnt, sage ich dir das auch.

Wenn du es lieber selbst aufsetzt, findest du den kompletten Weg im Ads-Leitfaden. Er ist kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich.